Warum und wohin?
Ich und meine Motivation
Zeitgleich mit meiner Entscheidung, im Juli mein Examen zu machen, begann natürlich auch die Frage immer dringlicher zu werden, wohin es danach gehen sollte. Da ich mich im gesamten Hauptstudium mit internationaler Zusammenarbeit und Entwicklungsfragen beschäftigt hatte, war es eigentlich klar, dass ich auch gerne in diesem Bereich mal arbeiten möchte. Dafür braucht es Auslandserfahrung. Andererseits wollte ich auch gerne erstmal reisen und etwas Neues sehen – die letzten drei Jahre in Bonn waren zwar wunderbar, aber nach Studium, Vereinsarbeit und Studentenjob wollte ich einen Tapetenwechsel!
Daher passte es perfekt, dass das Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD) zu Beginn des Jahres 2010 eine Stelle auf den Philippinen im weltwärts-Freiwilligendienst ausschrieb, die im September 2010 angetreten werden sollte. Nach einem relativ unkomplizierten und zügigen Bewerbungsverfahren hatte ich im März eine Zusage.
Ich finde den Arbeitsbereich Zivilen Friedensdienst hochinteressant. Ich hoffe, durch mein Freiwilligenjahr neue Einblicke zu gewinnen, wie Zivile Konfliktbearbeitung und -transformation funktionieren können. Da es ein sehr spezieller Teilbereich der EZ ist, habe ich mich vor meiner Vorbereitung für das nächste Jahr kaum mit dem Zivilen Friedensdienst beschäftigt. Allerdings wurde ich durch die Arbeit von Freunden, die als Friedensfachkräfte im ZFD in Liberia sind, auf die Thematik aufmerksam und habe mich auch im Rahmen meiner Magisterarbeit mehr damit auseinandergesetzt. Jetzt freue ich mich darauf, in Davao praktische Erfahrungen zu sammeln und zur Konfliktbearbeitung meinen kleinen Teil beizutragen.
Das weltwärts-Programm
Der weltwärts-Freiwilligendienst ist ein tolles, innovatives Programm, das das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) vor ein paar Jahren ins Leben gerufen hat. Innerhalb bestimmter Richtlinien werden junge Menschen, die sich entwicklungspolitisch betätigen und neue Länder sehen wollen, von Entsendeorganisationen in Projekte in Partnerländer geschickt. Die Organisationen müssen einen Anerkennungsprozess durchlaufen, bevor sie im weltwärts-Programm entsenden können. Das BMZ finanziert die Aufenthalte größtenteils.
Der Unterstützerkreis
Da das BMZ die Freiwilligenstellen jedoch nicht komplett finanziert, spielt der Unterstützerkreis eine wichtige Rolle für jede/n Weltwärtsler/in. Zum einen gehören alle die zu diesem Kreis, die sich für die Arbeit im Gastland interessieren und die Freiwilligen mental und moralisch unterstützen. Es ist natürlich essentiell für eine langfristige Wirksamkeit von Entwicklungs- und Friedensprojekten, dass alle Teile der Welt sich für die Problematik interessieren und gemeinsam daran arbeiten. Auch dazu können wir über den Unterstützerkreis einen kleinen Beitrag leisten, da wir als Freiwillige regelmäßige Rundbriefe mit allen Infos zu unserer Arbeit an alle Untertsützer/innen verschicken.
Der andere wichtige Aspekt ist die finanzielle Unterstützung. Die Freiwilligen sind dazu aufgefordert, einen bestimmten monatlichen Betrag an Spenden zusammen zu bekommen, der die Kosten der Stelle deckt.
Wenn ihr noch nicht zu meinem Unterstützerkreis gehört, das aber ändern wollt, dann schreibt mir einfach eine kurze Email. Ich freue mich!!!